Hören dank Cochlea-Implantat
Seit 2009 bietet die HNO-Klinik ertaubten und hochgradig schwerhörigen Erwachsenen den Einsatz eines Cochlea-Implantats (CI) an.
Damit ist auch für die Nürnberger Bürger eine wohnortnahe Versorgung möglich. Bisher war eine CI-Versorgung einschließlich der lebenslangen Nachsorge in Bayern nur an den Unikliniken möglich.
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Das neue Angebot des Klinikums richtet sich vorrangig an Erwachsene, die nach dem Spracherwerb ertaubt sind oder kurz davor stehen, ihr Gehör zu verlieren.
Hören wieder neu Lernen „Das Cochlea-Implantat sendet elektrische Impulse an den Hörnerv“, erklärt Oberarzt Dr. Martin Krása, der den Eingriff durchführt. Der Patient muss also – anders als beim Hörgerät – das Hören neu lernen. Daher ist es sinnvoll, den Patienten das Implantat möglichst kurz nach der Ertaubung oder sogar kurz vorher einzusetzen, soweit eine aureichende Versorgung mit einem Hörgerät nicht mehr möglich ist. Da bei Ihnen das Hörgedächtnis noch voll ausgebildet ist, fällt das Erlernen des Hörens wesentlich leichter. Frühzeitig beraten lassen Menschen, denen eine Ertaubung droht, sollten sich daher frühzeitig beraten lassen, um den optimalen Zeitpunkt für den Einsatz vorzubereiten. Vier Wochen nach dem Einsetzen des Implantats wird das CI aktiviert. Dann beginnt auch das Hörtraining durch ein Team aus Logopädin, Audiometristin und Arzt. |
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Am Anfang hören die Patienten nur Geräusche im Rhythmus der Sprache. Das Sprachverständnis steigert sich nach und nach, etwa zehn Prozent der Patienten verstehen schon in den ersten Tagen erste Worte und Sätze. Die CI-Patienten werden auch nach Abschluss des Hörtrainings kontinuierlich durch die HNO-Klinik betreut. „Wir müssen immer wieder prüfen, ob der Hörnerv optimal stimuliert wird“, so Krása.
Autorin/Autor: Doris Strahler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

